Konsequente Erziehung

  

Viele Probleme, die Hundehalter mit ihren erwachsenen Hunden haben, ob Kromfohrländer oder andere Rassen, ergeben sich daraus, dass der Welpe am Anfang seines Hundelebens bei ihnen nicht ernst genug genommen wird. Der kleine Hund darf einfach zu viel, er ist ja noch sooo klein und sooo süß. Kein Welpe ist ein Schoßhund und gerade der Kromfohrländer ist kein Hund, dessen Erziehung einfach so nebenher laufen kann. Dafür steckt in ihm noch zu viel Terrierblut und er ist einfach zu intelligent. Er braucht vom ersten Tag an liebevolle und vor allem konsequente Erziehung in allen Bereichen und von allen Familienmitgliedern. Ihm ist nichtbewusst, was eine "Ausnahme" ist, er nimmt sich immer die Freiheiten, die ihm - wenn auch vielleicht unbewusst - zugestanden werden. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, was mit "Konsequenz" gemeint ist. Bei der Welpenerziehung muss man auf eine Unart immer wieder an derselben Stelle auf dieselbe Art und Weise und mit denselben Worten reagieren und niemals eine Sache heute durchgehen lassen und morgen verbieten. Wichtig ist auch noch, dass alle Familienmitglieder an demselben Strang ziehen, auch die Kinder!

Der Kromfohrländer lernt sehr schnell und weiß bald ganz genau, welche Dummheiten er bei wem machen darf. Dulden Sie unter gar keinen Umständen, dass der Welpe Sie oder ein anderes Familienmitglied anknurrt. Dieses erste Knurren wird kommen, weil er ausprobiert, wie weit er gehen kann. Das klingt am Anfang noch so goldig, dass man unter Umständen das strenge Zurechtweisen ganz außer Acht lässt. Machen Sie diesen Fehler nicht, Knurren darf nicht sein!!!

Hier möchte ich noch auf einen Fehler hinweisen, den wir gemacht haben.

In den ersten Monaten hat Amira so gut wie gar nicht gebellt. Darüber waren wir total erstaunt und fanden ihre ersten „Beller" wenn jemand klingelte sehr niedlich. Im nach hinein wissen wir, dass wir damals das bellen hätten unterbinden sollen. Da wir das nicht getan haben hat sich Amira das bellen bei der Türklingel sehr angewöhnt und es ist auch heute noch harte Arbeit das bellen im Rahmen zu halten.

Hier möchte ich jetzt noch mal auf das Buch „Die Kosmos Welpenschule" verweisen und nicht alle Erziehungsdetails erklären.

 

 

Was bei einem Kromi besonders zu beachten ist:

 

Manche Kromis sind etwas ängstlich, dem gilt es entgegen zu wirken.

Lassen Sie ihn in aller Ruhe seine neue Heimat erkunden und ignorieren Sie ängstliches und übervorsichtiges Verhalten, wenn er vor einem neuen Gegenstand Angst hat, z.B. vor einem Staubsauger. Bedauern Sie den Welpen niemals, denn das würde hundepsychologisch bedeuten, dass Sie ihn für seine Angst auch noch loben. Denn "Ach du armes Hündchen..." o.ä. hört sich vom Tonfall genauso an wie ein Lob. Passiert das häufiger, wird er seine Ängstlichkeit oder Vorsicht ausbauen und vielleicht zu einem Angsthasen werden.

 

Da ein Kromfohrländer zurückhaltend gegenüber Fremden ist - auch wenn das für die meisten Welpen noch nicht zutrifft - ist es wichtig ihm anzugewöhnen sich auch von fremden Personen anfassen zu lassen. In den ersten Wochen wird das kein Problem sein und wenn sie das immer weiter üben, wird dies auch mit dem erwachsenen Hund möglich sein.

 

Auch der Besuch einer Welpenspielstunde ist von Anfang an sehr zu empfehlen.

Dies ist zur Sozialisierung des Welpen enorm wichtig!

Näheres finden Sie dazu wiederum in den empfohlenem Buch.

 

Der Kromfohrländer ist sehr springfreudig; dies sieht zwar lustig aus, ist aber insbesondere in der Wachstumsphase Gift für die Gelenke! Will er Sie begrüßen, oder Sie locken und rufen ihn, gehen Sie am besten in die Knie! Er wird auch um so lieber kommen, weil er spielerisch "zu seinem Artgenossen" kommt. Animieren Sie ihn nicht mit hochgehaltenen Leckerlis oder Spielzeugen, mehr als nötig zu springen - das tut er von sich aus noch oft genug. Er muss auch noch nicht über Agility-Hindernisse hopsen, auf Bänke am Wegesrand springen oder Ähnliches. Dazu hat er später noch reichlich Gelegenheit, wenn er größer ist und sein Körper diese sportlichen Aktivitäten besser verkraften kann.

 

 

 

Wichtiges:

 

Außer der eigentlichen Erziehung und dem Lernen von Kommandos sind folgende Dinge wichtig und von Anfang an mit dem Welpen zu üben:

 

- auf einer rutschfesten Matte auf dem Tisch bürsten oder kämmen, damit er lernt dass dies zu seinem Alltag gehört, auch wenn es wegen der Beschaffenheit des Fells später vielleicht

gar nicht mehr notwendig ist.

 

- am ganzen Körper anfassen, am Kopf, die Lefzen hochheben, die Zähne kontrollieren, an den Pfoten und den Rüden vor allen Dingen an den Hoden berühren. Nicht nur für die regelmäßige Körperpflege, auch für Tierarztbesuche, Ausstellungen oder Situationen, in denen er evtl. verletzt ist und fremde Hilfe braucht, ist diese Übung absolut notwendig und hilfreich.

 

- mit einem Handtuch abrubbeln, wenn er nass oder schmutzig ist.

 

- Baden/duschen. Auch wenn ein Kromi wegen seinem selbstreinigenden Fell selten geduscht werden muss sollte er dies als Welpe lernen.

Dabei kann man ganz langsam und behutsam vorgehen: erst mal in die Badewanne oder Dusche stellen ohne Wasser anzumachen - natürlich immer mit Leckerlis belohnen wenn er ruhig steht -

Dann langsam an das Wasser gewöhnen...

 

Soviel zur Theorie!!! Ich möchte gern mal erzählen wie das bei Amira war:

Wir hatten vor den Plan genau so umzusetzen und haben in den ersten 2-3 Wochen, als Amira bei uns war gedacht: wir müssen jetzt mal damit anfangen.

Eines Tages wälzte sich Amira draußen in etwas SEHR stinkendem und musste natürlich sofort gründlich abgeduscht werden ohne zuvor jemals die Badewanne und Brause kennen gelernt zu haben. Das Ergebnis: Bis heute ist baden ein Kampf, nachdem Amira, wir und das Bad „fertig" sind.

 

 

Grundausstattung

 

Abholung des Welpen

 

Alltag

 

nützliche Erziehungstipps

 

Zähne / Ohren / Fell