Zähne / Ohren / Fell

 

weiterhin schreibt Frau Klein:

 

3. Zahnwechsel und Flatterohren:

 

Im Alter von drei bis vier Monaten, wenn Ihr Welpe schon eine ganze Weile bei Ihnen ist, beginnt der Zahnwechsel - er verliert die Milchzähne und bekommt sein endgültiges Gebiss. In diesen Wochen gibt es möglicherweise einige kleine Unregelmäßigkeiten: Manchmal einen Tag Durchfall, manchmal schlechte Laune oder Appetitlosigkeit. Da geht es den kleinen Hunden nicht anders als Säuglingen oder Kleinkindern, die zahnen. Das geht vorbei, nur nicht jetzt damit anfangen, durch diverse Leckerchen das Futter schmackhafter zumachen. Daran gewöhnt er sich ruck zuck und

fordert auch nach der Zeit des Zahnwechsels sein "Anheizer" über dem Futter;-). Sehr wichtig ist, dass man während des Zahnwechsels, der sich ja über viele Wochen hinzieht, auf besonders gute, kräftige Ernährung achtet. Auch die Portionen müssen jetzt immer größer werden. Die rasant verlaufende Entwicklung braucht das zum gesunden Aufbau, der erst etwa mit einem Jahr abgeschlossen ist. Erst wenn der Hund wirklich ausgewachsen ist, d.h. etwa mit 12 - 18

Monaten, wenn er anfängt, sichtlich "Speck" anzusetzen, muss man die Portionen wieder auf ein normales, der Rasse des Hundes entsprechendes Maß herabsetzen. Ein gesunder Hund ist niemals fett!

 

Während dieser Zeit des Zahnwechsels können die Ohren, die vorher tadellos nach unten lagen, plötzlich abstehen wie ein "Flatterohr". Sie scheinen ein Eigenleben zu entwickeln, stehen an einem Tag seitlich vom Kopf ab, an einem anderen wieder steil nach oben, dann hängen sie fein säuberlich zusammen gefalten nur halb so breit wie sonst. Bei den meisten Hunden legt sich das wilde Ohrenspiel im Laufe einiger Wochen, dann hängen die Ohren "ordnungsgemäß" nach unten. Bei manchen Kromis richten sich die Ohren aber auch komplett auf - macht aber nichts! Das ist eben Veranlagungssache und das Abkleben oder Herunterbinden der Ohren während dieser Zeit wirkt eben nur äußerlich. Geht ein Hund in die Zucht, dessen Ohren nur durch das Abkleben perfekt liegen, vererbt er seine Anlage zum Flatteroder Stehohr trotzdem. Man kann während dieser Flatterohren-Zeit regelmäßig die Ohren massieren. Man legt das Ohr so, dass es ordentlich nach unten hängt und massiert während der täglichen Schmusestunden die Ohrfalte mit den Fingern. Bei vielen Kromis hat das schon ausgereicht, damit die Ohren anschließend wunderbar und ordnungsgemäß liegen.

Ihrem Welpen ist es übrigens vollkommen egal, wie seine Ohren aussehen, auch ein Kromfohrländer mit Stehohren sieht einfach pfiffig und süß aus.

 

Dazu unsere Erfahrung:

Vor dem Zahnwechsel liebte Amira Kaninchenohren über alles. Während des Zahnwechsels taten diese Knabbereien ihr aber offensichtlich weh und sie ließ sie einfach liegen. Auch danach wollte sie die Ohren nicht mehr und wenn wir ihr eins anboten legte sie die Ohren an und verzog sich in ihr Körbchen. Offensichtlich brachte Amira die Knabberohren mit dem Schmerz des Zahnwechsels in Verbindung. Bis heute sind Kaninchenohren für sie total uninteressant.

 

Außerdem standen Amiras Ohren im Alter von ca. 4-7 Monaten jede Woche anders - meist auch jedes in eine andere Richtung. Wir haben sie nur sehr selten massiert und eines Tages lagen Ihre Ohren einfach genau so wie es dem Rassestandart entspricht.

 

 

4. Das Trimmen:

 

Der rauhaarige Kromfohrländer hat in der Regel festeres, griffigeres Fell, das nicht so seidig und weich ist wie beim Glatthaar, und er hat nicht so reichlich Unterwolle wie die glatthaarige Variante. Er verliert im Gegensatz zum glatthaarigen nur etwas Unterwolle und einige wenige Deckhaare. Der typische Fellwechsel findet bei ihm nicht statt. Manch ein Kromi mit Bart hat aber ein Fell, das eher an die glatthaarigen erinnert, seidig-weich, mit reichlich Unterwolle, das im Fellwechsel genauso abgeworfen wird wie bei den glatthaarigen Kromis. Hier ist natürlich kein Trimmen angesagt, Bürsten oder Kämmen reicht aus. Es empfiehlt sich aber unbedingt, die typisch rauhaarigen Kromis regelmäßig, d.h. ca. dreimal im Jahr, zu trimmen. Nicht alle Besitzer eines rauhaarigen Kromis machen das, vielen gefällt ihr Hund in seinem Strubbelfell und sie pflegen ihren Hund lediglich durch regelmäßiges Bürsten. Das kann man halten, wie man will, wir sind aber der Meinung, dass unsere Hunde durch das regelmäßige Trimmen gepflegter aussehen als mit strubbeligem Wildwuchs am Körper. Das raue Haar fällt nicht von alleine aus, sondern bleibt in der

Haut stecken. Man kann deutlich an den einzelnen Haaren erkennen, wo das Haar abgestorben ist, dort wächst es weiß nach. Es darf aber auf keinen Fall mit einer Maschine geschoren werden, die einzelnen Haare brechen dadurch auf, es bleibt nur der eigentlich abgestorbene Ansatz des toten Haares stehen. Da die Fellfarbe aber in den Spitzen steckt, verliert das Fell die schöne Farbe, verblasst und wird stumpf.

Trimmen bedeutet, dass das abgestorbene Haar in Wuchsrichtung ausgezupft wird. Ich beginne immer oben am Kopf und arbeite mich über den Rücken bis zum Rutenansatz vor. Danach kommen die Schultern abwechselnd dran, dann der Bereich der Rippen und zum Schluss die Hinterläufe. Besonders vorsichtig sollte man im Bereich der Brust und der Läufe trimmen, hier wächst das Fell wesentlich langsamer nach als am übrigen Körper. Zum Schluss trimme ich den Kopf, an dem die üppigen Augenbrauen und der Bart vom Mundwinkel nach vorne zur Schnauze hin nicht angetastet

werden. Abschließend werden die Pfotenhaare geschnitten sowie überstehende Haare an den Läufen - fertig.

Die Rute wird nicht gezupft und nicht geschnitten, die bleibt so, wie sie gewachsen ist.

Als Werkzeug benutze ich anfangs einen Trimmstriegel, der einen Großteil des dichten Fells herunterholt. Anschließend kommt die Feinarbeit mit dem Trimmmesser, mit dem sich die Haare zwischen Messer und Daumen leicht fassen und auszupfen lassen. Am Kopf trimme ich mit den Fingern, hier sind Gummifingerlinge eine große Hilfe. Zum Schneiden benutze ich eine Effilierschere - ansonsten kommt auch bei den rauhaarigen Kromis noch die Krallenzange und die

kleine Schere für die Pfotenhaare zum Einsatz.

 

Auch hier wieder unsere eigene Erfahrung:

Amira hat sehr wenig Unterwolle und regelmäßiges kämmen reicht bei ihr völlig aus. Manche Kromibestitzer würden sie vielleicht trotzdem trimmen, wir finden das aber nicht nötig und die Hundefriseurin in unserem Ort meinte auch bei so wenig Unterwolle reicht das Auskämmen der abgestorbenen Haare.

 

 

Grundausstattung

 

Abholung des Welpen

 

Konsequente Erziehung

 

Alltag

 

nützliche Erziehungstipps